Abtsdorfer See - 31.05.2009

Laker auf der Brücke Wir alle wissen: Laking ist pures Abenteuer. Doch was ist zu tun, wenn - wie so oft an bayerischen Gefilden - mit Blick auf einen asphaltierten Weg rund um eine Pfütze, die komplett gastronomisch erschlossen ist und jeden Kilometer eine Ruhebank für fußlahme Rentner bereit hält, ereignisarme Langeweile droht? Da gibt es nur eins: Man bricht gezielt das Gesetz!
Aber eins nach dem anderen. Zunächst stärkten sich die Laker bei Speis und Gerstentrank in einem Campingplatz-Etablissement, das zugleich den Startpunkt des Wegs markierte. Hier stieß man noch einmal an auf Wente und die Neulaker, die sich der Herausforderung des 6,1km langen Extremlakings am Abtsee nicht mehr gewachsen sahen und vorgaben, berufsbedingt die rechtzeitige Heimreise antreten zu müssen.
Die Laker Dann fand man sich zusammen für ein idyllisches Laker-Gruppenfoto, das ein freundlicher Wandersmann schoss. Dieses Bild entstand am Eingang des Campingplatzes neben einem Schild, das den Durchgang untersagte. Die Laker lassen sich bekanntlich nichts untersagen, schließlich steht das autonome Lakingwesen jenseits der internationalen Rechtssprechung. Stattdessen fühlte man sich durch das Schild angespornt, endlich mal wieder auf das verbriefte Lakingrecht zum gezielten Rechtsbruch zu bestehen. Couragiert durchbrachen wir die Absperrung und überquerten zielstrebig das Areal. Die ersten feindseligen Blicke der ältlichen Dauercamper durchbohrten uns wie Messerstiche. Und es dauerte nicht lange, bis ein dickbäuchiger Herr, der offensichtlich bis heute dem völkischen Kraft-durch-Freude-Gedanken treu geblieben ist, mit vor Wut gerötetem Gesicht an die Laker heran trat. Ob wir denn blind seien? Der Durchgang sei bei Strafe verboten!! Kurz überlegten die Laker, das verbriefte Lakingrecht als Faustrecht zu interpretieren, aber dann siegte doch noch der pazifistische über dem völkischen Gedanken, und der Klügere gab nach.
Der kleine Umweg um den Campingplatz herum war zum Glück schnell gemeistert. Inzwischen war es schon 17 Uhr und die Schatten der zahlreichen Bäume und den nahen Alpen überdeckten komplett die kleine Wasserfläche des Abtsees. Die verbliebenen acht Laker (Maultasche, Benny, Vulvin, Posaunenherb, Konfi, Statut, ulf und PUTSCHIST) nahmen den lächerlichen 6,1km langen Spaziergang in Angriff. Da der asphaltierte Weg keinerlei Abzweigungen hatte und der See zwar nicht nah lag, aber doch stets in Sicht war, konnte sich weder Maultasche noch ulf verlaufen. Der PUTSCHIST setzte wie sonst auch auf die demokratischen Kräfte der mündigen Laker, die derart in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt den Weg eigenständig fanden.

Uli A. Kaum war die Gruppe losgelaufen, war sie auch schon wieder am Campingplatz eingetroffen. Ob die obligatorischen Gespräche wirklich stattfanden, kann angesichts des Laking-Quickies nicht garantiert werden - aber auch ein Quicky kann bekanntlich bei disziplinierter Ausführung die menschliche Fortpflanzung vorantreiben.

Schwierigkeitsgrad: 1
Seenähe: 2
Naturschönheit: 5

Aufgezeichnet vom PUTSCHISTEN am 17. Mai 2010 (recht spät, ich weiß).

Links
Alter Bericht: Abtsdorfer See
Wikipedia: Abtsdorfer See
Google Maps: Abtsdorfer See

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