Schloßsee, Kesselsee, Langbürgner See, Thaler See, Hartsee - 03.10.2006

Die Laker Fünf an einem Tag? Der erfahrene Laker zuckt da nur mit den Schultern. Und so waren es auch die vielen Novizen und Junglaker (diese Gruppe bestand eigentlich nur aus der seit diesem Laking mit dem Lakernamen „Laufente" versehenen Sophia, auf dem Foto rechts), die aufgeregt aus den Nüstern schnaubend in Erwartung des kommenden aufgeregt mit den Schuhen scharrten. Man schrieb den 3. Juni 2006, vor uns lag eine ganze Reihe von Seen nordwestlich des Chiemsees, die alle bewältigt werden wollten:

Schloßsee, Kesselsee, Langbürgner See, Thaler See, Hartsee


Kathrin R., die seit diesem Laking mit dem Lakernamen "Sumpfkathrin" oder besser noch "Sumpfblüte" glänzen darf, hatte auch zu diesem Laking eine körperliche Anomalie mitgebracht: War es beim letzten Herbstlaking noch das stündlich weiter zuschwellende Auge, das allen Lakern Angst gemacht hatte, war es diesmal beachtliche Heiserkeit. Die allerdings auch ihre Vorteile hatte, vor allem, wenn die „Sumpfblüte" über zu lange Asphaltstrecken zu mosern meinen musste.
Eine zweite Konstante bei diesem Laking war das völlige Versagen von Putschisten-Ulv, der diesmal mit völlig falschen Wettervorhersagen glänzte. Für Freunde der Lakingkarten sei die geplante Wegstrecke hier erörtert: Den Schloßsee (samt Kesselsee) entgegen dem Uhrzeigersinn, dann den Langbürgner See samt Thaler see im Uhrzeigersinn - im Anschluss eine kleine Autofahrt und den Hartsee beliebig.
11.00 Uhr war Lakingbeginn - und schon 12.20 Uhr die erste Bierpause im „Gasthaus zum Schloßsee". Sehr interessant erschien den Lakern die Speisekarte mit Gerichten wie dem „Pariserschnitzel", was den Putschisten zu einer Bestellung im Wortlaut von „Herr Ober! Ein Pariserschnitzel mit Noppen bitte!" veranlasste. Aber der Putschist sah mal wieder nicht durch. Erstens handelte es sich um eine Oberin und zweitens war noch keine Mittagszeit: da wartete der durchaus noch respektable Langbürgner See auf die Laker. Um 12.45 Uhr - nach einem satzungsgemäßen Bier - ging es weiter. Der Mann der Wirtin, der die Strecke selbst schon gegangen war, schätzte die benötigte Zeit zum Umrunden auf 3 Stunden. Die Laker waren um 14.35 wieder im Gasthaus, um nach korrekt gelaktem See ihr Mittag zu sich zu nehmen. Das bedarf wohl keines Kommentars…

Beziehungsfindung Zum Langbürgner See sind nur zwei Dinge zu sagen: Er ist mit 37,7 m maximaler Tiefe gar nicht mal so flach - und er beherbergt ein Institut für Beziehungsfindung. Diverse Laker (siehe Foto) konnten einfach nicht daran vorbeigehen, ohne sich einen Termin geben zu lassen.

Kultstätte mit Putschist Nachdem nun vier Seen (insgesamt ca. 14 km, lachhaft!!) bewältigt und nur noch einer vor uns stand, wurden einzelne negative Stimmen laut. Zwei Laker, die hier durchaus öffentlich mit Namen erwähnt werden sollen (Blinda Evangelista und Sumpfblüte) sprachen als Alternative zum Hartsee von Varianten wie „chillen" und „entspannen". Der Leser dieser Zeilen möge sich selbst sein Urteil bilden. Natürlich wurden die beiden Kontra-Laker überstimmt. Sogar Putschisten-Ulv schloss sich den positiven gesellschaftlichen Kräften an und wurde dafür mit dem Finden einer steinzeitlichen Kultstätte belohnt. (Foto)

Mahlzeit! Vorletztes Foto und letzte Rast war im „Hartseestüberl" in Eggstedt, wo Blinda Evangelista sofort ein reges Interesse am Dialekt der Kellnerin zeigte. Die wollte seine Neugierde aber mit keiner Auskunft befriedigen, was Blinda Evangelista wunderte, den Putschisten jedoch zu seiner zu seiner nun schon zweiten hier zitierten Äußerung veranlasste: „Vielleicht" so Ulv, „weil bei dir selbst die simpelste Frage wie eine plumpe Anmache klingt." Mit diesem Satz war es 18.10 Uhr und das Laking vorbei. Genaue Kilometerangaben konnten nicht gemacht werden: Der berühmte Aselmannsche Schrittzähler war weder geladen noch dabei, was zusammen mit Herb Aselmanns Problemen, sich zu merken, was Pfingsten und was der 3. Oktober (und mithin ein offizieller Lakingtermin) ist, von einer bedauerlichen Degeneration des Aselmannschen Lakinggeistes zeugt. Zu beurteilen, was dabei schwerer wiegt, sei auch an dieser Stelle dem Leser überlassen.

Was soll hier vertuscht werden? Zur Bewertung
Die ersten vier Seen überzeugten mit
Schwierigkeitsgrad: 3 Naturschönheit: 3 und Seenähe: 2
wobei sich der Hartsee noch steigern konnte auf
Schwierigkeitsgrad: 2 Naturschönheit: 4 und Seenähe: 3-4

Dieser Lakingbericht wurde geschrieben von ULF am 11. Juli 2006


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