Maisinger See - 27.12.2002

Laking-Bericht vom gelakten „Maisinger See" in Bayern
Im grauen, winterlichen Hochnebelloch München kann man sich ja einen Blick in die Sonne verschaffen, wenn man sich bei Fön einfach in Richtung Süden auf macht, am besten in eines der beliebtesten Lakerparadiese beim Ammersee und Starnberger See. Der Ursprung dieser Gegend beruht ja auf eiszeitliche Spielarten der Dinosaurier, die hier auf unvorstellbar großen Eisschollen Richtung Süden rutschten und dabei die Alpen aufschoben. Manche hatten auf ihren Schollen soviel Tempo gewonnen, dass sie beim bremsen tiefe Löcher und Furchen im Erdreich verursachten, die sich dann beim schmelzen der Eisschollen mit Wasser füllten. Und so erfreut sich heute die gesamte Lakerbewegung an diesem besonderen bayerischen Voralpenland mit seinen vielen, unterschiedlich großen Seen.
Als verlandende Endmoräne (Dinosaurierspielspur) bietet der Maisinger See ideale Voraussetzungen für einen Alpenblick bei föniger oder klarer Sicht. Ausgedehnte Moorflächen und feuchte Seewiesen lassen hier auch im Winter die Vögel zwitschern. Ein Weg durch feuchtes Erdreich und quer durch das Schilf, erinnern an die Dinozeit, die hier ihr lustiges Spiel getrieben haben. Männer aus München zeigen diesen See auch gern ihren Begleiterinnen, weil die Feuchtgebiete so allerlei Versteckspiele möglich machen. Wanderer/innen (mit großen Säcken auf dem Rücken) grüßen hier freundlich und bieten nichts aus ihrer Thermokanne an. Ein Mann in Begleitung von zwei Frauen leisteten sich mit Laker Aselmann ein unverabredetes Wettrennen, wobei es nach festgelegter Lakerabmachung lediglich die Frage zu klären gab, wer von den beiden Frauen etwas mit dem Begleiter hatte. Beim überqueren aufgeweichter Böden hörte man Lustschreie aus Damenkehlen!
Lakingdauer ca. 65 Minuten durch landschaftlich schönes, ruhiges Gebiet. Selten befahrene Strassen lassen auch teerhungrige Laker auf ihre Kosten kommen. Der Seehof bietet gut Bier und Essen und in Maising selbst (muß man aber nicht lang laken, weil bisschen abseits vom direkten Lakweg) gibt es ein wunderbares Gasthaus in dem Mann/Frau sich wieder stärken kann, wenn man aus den Feuchtgebieten raus ist. Im Sommer ist der herrliche Gastgarten unter Apfelbäumen zu genießen. Daran erinnert man sich gern, wenn man den winterlichen, grauen Hochnebeltagen in München entflohen ist!

D.U.Aselmann am 27.12.02 (Maisinger See gelakt)

Links
Alter Bericht: Maisinger See
Wikipedia: Maisinger See
Google Maps: Maisinger See

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