Ostersee - 09.06.2003

Ostersee
Pfingstmontag, 9. Juni 2003.
Während alle anderen Laker sich ihre Wunden lecken und nach dem lockeren 52.000-Meter Laking am Starnberger Sees bereits weder weiter können noch -wissen, machen sich drei Unentwegte auf, auch noch den Ostersee niederzuringen.
Der Kundige wird wissen, um wen es sich hierbei handelt: Natürlich das Laker-Urgestein, die drei legendenumwobenen Gründungsmitglieder des Laking-Verbandes: Katrin H, Uli A. und „Unser lieber Führer" Ralf K.
Diese drei Laker, deren Namen noch Generationen von Lakern nur mit Ehrfurcht aussprechen werden, machen sich am Montag Vormittag mit dem Auto von Ammerland auf nach Starnberg, um von dort den Zugang zum Ostersee zu finden. Auf dem Weg um den Ostersee überfährt Laker Uli A. eine Weinbergschnecke, womit er wieder einmal seinen Spitznamen „Blinda Evangelista" bestätigt. (Um die Biospähren-Bilanz dieses Lakings wieder auf einen positiven Wert zu bringen, werden die Laker im Verlaufe der Umrundung zwei weitere Schnecken vom Pfad aufsammeln und in sicherere Bereiche bringen.)
Bodenbrüter An einer Brutstätte wird Rast gemacht, zwei Eier ausgebrütet und anschließend verzehrt.

Laker und Karte Wirklich im Gedächtnis bleiben wird aber der Ostersee nicht wegen seiner - mehr als vorhandenen - Schönheit, sondern weil selbsternannte Orientierungskartenaufsteller es beinahe vermocht hätten, die Laker in die Irre zu führen. Ein roter Punkt „Ihr Standort" im Südosten des Sees einfach eine Weggabelung weiter östlich gesetzt führt zu interessantem Laker-Orientierungsraten, das sich auch auf den Gesichtern der hier abgebildeten Laker widerspiegelt.
Kurz vor Ende gibt es auch noch einen kleinen Lehrgang in deutscher Hochkultur: Drei Frauen mittleren Alters - des illegalen und nicht statutengemäßen Lakings durchaus verdächtig - unterhalten und belehren uns folgender Art durch ihre in der Lautstärke kaum gebremste Unterhaltung: Wenn man in Oper und Konzert bei Beginn der Veranstaltung ein Bonbon in die Wange schiebt, dann zerläuft es im Mund ganz langsam. Dieser Prozeß dauert meist bis in die Pause der Aufführung und dient dazu, ein Hüsteln - das bekanntlich bei musikalischen Vorführungen immer etwas störend wirkt - zu vermeiden. Am Ende der Pause schiebt man dann ein neues Bonbon ein.
Dies sei allen Neu-Lakern, die meinten, am Montag das Buchheim-Museum am Starnberger See besuchen zu müssen, um ihre Fußsohlen und Wadenmuskeln zu schonen ins Stammbuch geschrieben: Der wahre Laker findet seine kulturelle Veredelung beim Laken, oder frei nach Schiller:
Was der Griechen Kunst erschaffen
Mag der Bayer mit den Waffen
Bringen an des Sees Strand.
Und in prangenden Museen
Zeig er seine Siegstrophäen
Den erstaunten Vaterland.
Ewig werden sie ihm schweigen,
Nie von den Gestellen steigen
In des Lebens frischen Reihn.
Der allein besitzt die Musen,
Der sie trägt im warmen Busen.
Das kann nur ein Laker sein!
Und schließlich die Bewertung Ostersee:
Anspruch: 1
Seekontakt: 3
Naturschönheit: 4
(Punkte von 6 möglichen)

Lakingbericht von Ralf Kinder am 19.Juni 2003

Links
Alter Bericht: Ostersee
Wikipedia: Ostersee
Google Maps: Ostersee

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