Pilsensee - 28.12.2002

Laking-Bericht vom gelakten „Pilsen-See" in Bayern
Ein lausiger Wintertag. Zu warm für diese Jahreszeit. Den wirklichen Laker zieht es dennoch an die ungelakten Seen, zumal wenn diese schon mal im Verlauf der Saison auf dem Plan gestanden haben. So ist Lakergründungsglied Aselmann raus an den Pilsensee gefahren, um dem Lakerverband und vor allem seinen eifrigen Mitgliedern diesen frischen Bericht zukommen zu lassen.
Herrlich liegt er da, der Pilsen-See, zwischen Ammersee und Starnberger-See, nahe dem längst gelakten Wörth-See und scheint der Kleinste in diesem bayerischen Quartett. Aber schon eine geeignete Startstelle ist hier nicht einfach ausfindig zu machen, auch wenn er so schön an einer viel befahrenden Strasse von Seefeld nach Herrsching liegt, die laut Strassenkarte als eine landschaftlich besonders schöne Strecke ausgewiesen ist. Aber Campingplätze und Privatbesitz machen die ersten Kilometer für Nichtstrassenfans schon zu einer etwas belanglosen Lakerpartie und das einzig erfreuliche war für das Mitglied Aselmann ein STVO-Schild mit dem Hinweis auf „Querverkehr", das zu mancher Assoziation anregte und die laute und ewig sich hinziehende Lakerstrecke vergessen ließ. Ein ausgedehntes Moorfeld macht diese beschwerliche Strecke noch länger an der Ostseite des Sees und endet erst nach dem Ortsschild von Herrsching, von wo man dann durch ein Wohn- und Gewerbegebiet an die Westuferseite gelangt. Da es in diesem Gewerbegebiet ausreichend Supermärkte und andere Einzelhandelsgeschäfte gibt, kann man nach einem kurzweiligem Studium einkaufender Frauen den Weg an einem herrlichen S-Bahngleis fortsetzen und zumindest den frischen Eindrücken in etwas ruhigerer , ja fast schon abgelegener Atmosphäre nach hängen. Einige unerschütterliche Hundebesitzer lassen hier auch bei mittlerweile strömenden Regen ihren Tierchen freien Lauf und die Hunde schnüffeln ja zu gern an Lakerschuhen und sonst noch wo, und verhindern damit die sonst so berühmte Unbeschwertheit eines schnellen Lakerganges. Am gesamten Westufer stört lediglich die S-Bahn mal die Ruhe und weiter im Norden erfreuen herrliche Villen und Seegrundstücke das Auge und vermasseln dem Laker den direkten Seekontakt. Wegezeit 140 Minuten, ohne Navigationssystem und ohne Abzug von Pinkel- und Hundebegegnungspausen. Fast die Hälfte davon an stark befahrenen Strassen . Essen und Trinken im leicht abgelegenen Schloß Seefeld, im Sommer natürlich bei unseren Freunden auf dem Campingplatz. Für einen dieser lausigen, verregneten Wintertage ist der Pilsensee zu empfehlen, vorzugsweise in Kleinstgruppen, da einige Zeit auf den engen Strassenwegen nur der Gänsemarsch möglich ist und durch Querverkehr auch eher mit ausschließlich erhöhter Lautstärke die notwendigen Gespräche zu führen sind. Für eines jeden Lakers Lakerstatistik ist der Pilsensee allemal gut.

D.U.Aselmann am 28.12.02 (Direktbericht)

Links
Alter Bericht: Pilsensee
Wikipedia: Pilsensee
Google Maps: Pilsensee

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