Seeoner See - 15.09.2007

AUF ZU NEUEN UFERN!
Laker: Unter exzellenter Führung von Vizeulf (Vulfin) Ewa Karlström mit Gründungsmitglied (vollsehend und vorausschauend) Uli Aselmann und der nachrückenden Lakergeneration Benjamin Tassilo Asel Zerhau (14).
Wir hatten die Nase voll. Der ständige Blick auf den Chiemsee machte nur noch müde und weckte in uns das Bedürfnis, auf andere Gewässer zu sehen.
Und, wie es sich für einen VizeUlf gehört, war da die unbändige Lust, endlich wieder einen der noch unzähligen bayerischen Seen zu laken. Das Gequängle war für ein gelassenes Gründungsmitglied kaum zu ertragen, sowohl das von der Vulfin, als auch das seines pubertierenden Sohnes Benjamin, so dass ein nahe gelegenes, lakefähiges Gewässer auf der Karte auserkoren wurde, um dort die sportliche Lakerbewegung zu beglücken. Nach ausführlicher Nacht und elendem Frühstück mit Blick auf den langweiligen Chiemsee, sind wir gegen 13 Uhr am Kloster Seeon auf den gleichnamigen See gestoßen um uns auf den Weg zu machen.
Die Seeoner Seen entstanden wahrscheinlich am Ende der Würmeiszeit vor mehr als 10.000 Jahren als typische Eiszerfallslandschaft. Beim langsamen Rückzug der Gletscher brachen größere Eisblöcke ab und blieben inmitten von Geröllhalden liegen. Nach ihrem Abschmelzen hinterließen die Eisblöcke Toteislöcher, tiefe wassergefüllte Kessel. Aus mehreren dieser Kessel entstanden die heutigen Seeoner Seen. Eine andere umstrittene Theorie erklärt die Bildung der Seen durch einen Meteoriteneinschlag, den so genannten "Chiemgau-Impakt". Der weitaus größte und bekannteste See ist der Klostersee - auch Seeoner See genannt.
Der ist jetzt gelakt! Erstaunlicherweise waren die zwei Volllaker mit ihrer Begleitung so beglückt von dieser besonderen Landschaft, dass man in die Fenster leerstehender Häuser sah, um abzuwägen, ob sich nicht hier auf die Dauer ein lauschiges Plätzen für die viele freie Zeit von Produzenten kaufen und einrichten ließe. Die Landschaft wurde derweil als anstrengend uneben verdammt und der See war manchmal nur „spürbar" bei größtmöglicher Seenähe. Die Einkehr im Klostergarten war dann der Moment, wo die Herrlichkeit des Sees unübersehbar war und die Nähe zu Gott unverkennbar blieb. Am eindringlichsten sicher die Neonhimmelsleiter, die in der Endlichkeit der Klostermauern verschwand. Mit besonderer Hingabe wurde der von der schwedischen Firma Husquarna entwickelte funkgesteuerte Rasenmäher im Kräutergarten des Klosters bewundert. Das internationale Lakerherz schlug aus! Es sei hier auch angemerkt, dass die Vulfin nach wie vor dafür ist, die lakefähigen Seen kurzfristig um die der schwedischen und dann langfristig auch der Seen des skandinavischen Großreiches zu erweitern.
Fischreichtum war ausserdem auszumachen und Radlerfreunde trafen wir bei der Einkehr in der nahegelegenen Klosterwirtschaft.
Besondere Freude haben die zwei Vollmitglieder und z.T Altlaker daran genommen., dass die Jugend wissbegierig nach diesen anstrengenden 60 Minuten sich nach den Lakerstatuten erkundigt hat. Es ist abzusehen, dass uns der lieber Führer mittelfristig einem noch nicht volljährigem Junglaker die Prüfung abnehmen muß. Dass es dabei um Boa-Themen nicht an Gesprächststoff mangelt, braucht hier nicht besonders hervorgehoben werden. Für Nachwuchs ist gesorgt - die Lakerbewegung hat Zukunft.
BEWERTUNG (Punkte von 6 möglichen)
Naturschönheit: 5
Seenähe: 2
Schwierigkeitsgrad: 0,5 / für Jungbewerber 5

Bericht: Ewa

Links
Alter Bericht: Seeoner See
Wikipedia: Seeoner See
Google Maps: Seeoner See

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