Staffelsee - 20.05.2002

Laking-Bericht vom Staffelsee in Bayern/Murnau
Keine vierundzwanzig Stunden nach dem ersten Gründungslaking des inzwischen schon legendären ADLV machten sich die drei Erstglieder Aselmann, Harzer, Kinder am 20.5.02 gleich an eine große bayerische Lakingaufgabe heran, die in ihrer Einzigartigkeit so gewaltige Eindrücke hinterlassen hatte, dass Berichtverfasser über 18 Monate oder über eineinhalb Jahre brauchte, diese Eindrücke zu verarbeiten um dann endlich den längst fälligen Bericht, wie er jetzt hier vorliegt, verfassen zu können. Derweil ist die Mitgliederzahl auch ohne den Lakingbericht über den Staffelsee sprunghaft, ja geradezu beängstigend gestiegen, sind schon in allen Landesteilen diverse Seen gelakt worden, obwohl die besondere Schönheit des Staffelsees noch nie von anderen Seen übertroffen wurde; meint mindestens Gründungsglied Aselmann, der es eigentlich wissen muß, da er im Jahr 2002 Lakingkönig wurde und auch 2003 auf dem besten Weg ist sich diese Auszeichnung wieder zu verdienen, ist er doch unermüdlich darum bemüht zu laken, was zu laken ist.
Aber schon andere aktive Künstler haben sich am Staffelsee inspirieren lassen. Die Maler Gabi Münter und Wassily Kandinsky haben es hier gemacht und, unter anderem mit den Freunden Franz Marc und Marianne von Werefkin, ihre Nummern als „Blauer Reiter" in die „Kunst"geschichte eingehen lassen. Die Laker mussten bei diesem Zwanzigtausender erst einmal die erschreckende Erfahrung einer Unterzuckerung bei Lakerglied Aselmann miterleben. Wackelige Beine, Schwindelanfälle und angedachtes Aufgeben nach ca. drei Kilometern war die Folge. Zuviel Bier am Vorabend und zum Frühstück nur helles, leichtes Brot, wenig Schlaf und die Aufregung vor dem bevorstehenden ersten Langlaking, machten Aselmann zu schaffen. Aber auch damals war Ralf Kinder schon auf dem Wege zum „Ulf", hatte er doch durch strenge, fast grausame Rationierung von zwei Hanutawaffeln es möglich gemacht, alle Mitglieder durch die moorige und unberührte Natur zu geleiten, zumal das nächste Bierfass erst nach ca. fünfzehntausend Metern auf uns in einer sehr schönen Wirtschaft in Rieden wartete, dafür auf der Terrasse eines Lokals direkt am Ufer.
ULF Bis dahin hat man sich in der einsamen Natur einen kleinen Wettlauf mit einem Ehepaar geliefert, wurde dieses Paar doch von einer jungen Frau begleitet (ca.18-25 Jahre) vermutlich deren Tochter, die natürlich von allen Seiten besehen und beurteilt werden musste, für den Fall, dass ein plötzliches Unwetter eine gemeinsame Übernachtung in einem der Schafställe nötig gemacht hätte. Da will man ja wissen, mit wem man auf dem Heu liegt. Leider ließ das Unwetter trotz Alpennähe -denn dort kann sich das Wetter schnell ändern- bei schönstem Sonnenschein auf sich warten und besagte Tochter war plötzlich verschwunden. Zum Glück konnte durch die sofortige Notbehandlung der Psychologin Harzer schlimmerer Schaden bei unterzuckertem Laker Aselmann abgewendet werden. Gerade das Teilstück durch die Feuchtwiesenlandschaft mit ihren seltenen Pflanzen und dem aussergewöhnlichem Brutgebiet vom Vögeln sollte nur von Lakern gelakt werden, die nicht zu lang im Trockenen gestanden haben (vgl. „Blauer Reiter"). Die Gründungsgemeinschaft ist allerdings durch diese heilvollen Erfahrungen noch mehr zusammen gewachsen und hat die Bewegung zu dem gemacht, was sie heute ist.
Bewertung:
Anspruch: 2
Seekontakt: 4
Naturschönheit: 6

Lakingbericht gefertigt von Laker U.Aselmann am 29.11.03

Links
Alter Bericht: Staffelsee
Wikipedia: Staffelsee
Google Maps: Staffelsee

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