Tachinger See - 31.05.2009

Nachdem wir am Vortag bravourös unsere Aufnahmeprüfung bestanden hatten, sind wir als Junglaker gleich mit der wichtigen Aufgabe des Teamlakingprotokolls für den Tachinger See am 31. Mai 2009 betraut worden.
Mit von der Partie waren: siehe Fotos
Die Laker haben gute Laune Die Laker
Um 10:59 Uhr begannen wir den Tachinger See zu laken. Dabei fiel dem aufmerksamen Betrachter (Marlis bekam gleich einen Rappel) auf, dass „le président" es mit der Seenähe (noch) nicht besonders ernst nahm, denn der See geriet schnell außer Sichtweite...
Weite Landschaft Neben der Straße

Für einen kurzen Moment hatten wir das wichtigste Thema der Welt (menschliche Fortpflanzung) genauso wie den See aus den Augen verloren und sind auf das Thema Ängste gekommen - da kamen auch schon die großen Gräben, die es zu überwinden galt. Dabei hatten selbst der Beste aller Laker (natürlich „le Ulf"!) große Schwierigkeiten zu bewältigen und auch Bettina blieb nicht verschont und musste später behandelt werden.

Der ULF spring über einen Graben Frau W. muss behandelt werden

Während der äußerst anstrengenden Grabensprünge fragten wir uns als Statutenstuten, ob es denn eigentlich bei derart großen Sprungdistanzen, in denen der Fuß den Boden nicht berührt überhaupt noch ein klassisches laken sei. Zu dieser Gelegenheit schlugen wir „le Ulf" vor, als weiteren Parameter bei der Auswertung die „lakeability" eines Sees mit aufzunehmen. Wir haben dann gemeinsam entschieden, dass der See trotz immenser Gräben als gelaked gewertet werden darf, da aus anonymer Quelle folgende, uns einleuchtende, Bemerkung kam: „Die Herren haben´s mit der Schrittlänge geschafft, die Damen mit dem Schritt."
Die Aselmänner waren in ihrem zwillingsgleich auffallenden Gleichschritt schon voraus geeilt -
Weite Landschaft Die Aselmänner eilen voraus

und labten sich bereits an einem Weißbier, als wir uns endlich um 12:20 Uhr ebenfalls zur Jausenstation schleppen konnten. Sibylle fragte hoffnungsvoll: „Sind wir denn schon rum? Kann es sein, dass da unser Auto steht?" Doch laut „le Ulf" hatten wir gerade mal 40% gelaked... Aber auch die Aselmänner waren gezeichnet von ihrem Spurt und wir Junglaker dachten uns beruhigt: auch Helden werden mal müde!
Pause mit Weißbier Uli A. bestellt das nächste Bier
Nach kurzer Erfrischungspause setzten wir das laken fort. Diesmal haben wir die Statute der Seenähe sehr ernst genommen und steckten schon nach kurzer Zeit fest. Doch „le Ulf" wäre nicht unser Président, wenn er uns nicht heldenhaft durch eine Lücke im Zaun auf den richtigen Weg geführt hätte. Aus lauter Dankbarkeit gingen wir sofort daran, unserem Retter und Vorbildlaker eine ihm angemessene Hymne zu komponieren und zu singen:
„Unser Ulf, unser Ulf,
der hat immer Recht,
unser Ulf, unser Ulf,
der hat Recht."
(beliebig oft zu wiederholen).
Später nahm „le Ulf" diese Hymne auf sein Handy auf und wollte sie als Non-skip-Intro auf unsere Lakingwebsite stellen. Anzunehmen ist auch, dass diese Hymne außerdem sein neuer Handyklingelton ist. Die Idee vom Putschisten: aus „unser Ulf" „der Putschist" zu machen, kam nur beim Putschisten gut an und wurde mit folgenden Worten von „le Ulf" wieder verworfen: „Dann ist es aber keine Hymne, sondern ein Scherzcouplet."
Der ULF freut sich über seine Hymne Freundliche Laker
Beim Weiterlaken kam uns eine 23-köpfige Gruppe entgegen, die aussahen wie Laker, sich aber als „proper hiking"-Gruppe herausstellte. Besonders bemerkenswert schien uns, dass Ewa den schönsten Piselplatz des gesamten Tachinger Sees ausfindig gemacht hat, von dem viele profitierten.
Gegen 13:43 Uhr erreichten wir die Gaststätte „Zum Boadwirt" in Tettenhausen - am Waginger See!?! Das brachte uns Statutenstuten völlig durcheinander, aber „le Ulf" versicherte uns glaubhaft, dass man in diesem speziellen Fall durchaus am Waginger See Mittagspause halten kann, auch wenn man gerade dabei ist den Tachinger See zu laken. Das beruhigte uns sehr! Wir mussten uns auf zwei Tische verteilen, aber das hatte auch den Vorteil, dass wir endlich mal intellektuelle Gespräche führen konnten, die leider im Streit endeten („Lake mich doch!" - „Lake du mich doch am Arsch!"). Kurz danach kam ein Mitglied, das nicht namentlich genannt werden möchte, von der Toilette zurück und brachte eine Idee mit. Wir beschlossen dann, gemeinsam vier €uro in die Allgemeinbildung zu investieren und uns die „Travelpussi" aus dem Automaten in der Herrentoilette zu ziehen. Wir lachten viel, kamen aber zu dem Fazit: Muss man nicht haben!
Pause Noch mehr Pause
Immer noch Pause Pause und kein Ende
Der Putschist findet Pausen gut Uli A. fiebert dem Ende der Pause entgegen TravelPussy
Als wir weiter gingen tappten wir in eine typische Junglakerfalle: die Stichstraße! Doch „le Ulf" hat uns wieder einmal gerettet.
Steffi merkte an, dass sie sich zwar geehrt fühle, es aber nicht nötig gewesen wäre, auf ihrer ersten Lakingtour gleich einen ganzen Ort nach ihr zu benennen: „Steffling".
Steffi freut sich über Steffling Das Ritual am Ende

Seit dem 31.05.2009 um 15:39 Uhr Ortszeit gilt der Tachinger See mit 16,2 Kilometern Umfang als gelaked. Geschafft!
Beurteilung:
Aufgrund des starken Ost-West-Gefälles halten wir es für angebracht, die Auswertung des Sees differenziert vorzunehmen:
Westseite Ostseite Gesamtwertung
Naturschönheit 2 5 4
Schwierigkeitsgrad 1 5 3
Seenähe 3 1 2
Zur Westseite ist anzumerken, dass die generell günstige Nebenerscheinung, den See beim Laken auch zu sehen (oder zumindest zu spüren), hier nicht erfüllt ist. Für kinderreiche Familien, die den See noch nachlaken wollen, sei bemerkt, dass nur die Ostseite kinderwagentauglich ist.
Als Vorschlag für die Zukunft wollten wir noch anmerken, dass ein Protokoll zu zweit zu schreiben sehr großen Spaß macht. Prost!

Bericht: Marlis und Steffi

Links
Alter Bericht: Tachinger See
Wikipedia: Tachinger See
Google Maps: Tachinger See

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