Röddelinsee, Großer Lankensee - 02.10.2005

Karte Aufgrund der leicht traumatischen Erlebnisse musste einige Zeit verstreichen, bis die Autorin sich die Ereignisse dieses Tages einigermaßen gefasst ins Gedächtnis zurückrufen konnte.

Pferdeschau Die Umrundung des Röddelinsees am 2. Oktober 2005 begann um 11.30 Uhr an einem Gasthaus am Großen Lankensee. Nach einem kurzen Abstecher zur Pferdeschau, die dort stattfand überquerten die Laker die Brücke und folgten dem Weg in Richtung Röddelin, der sich leider nicht durch große Seenähe auszeichnete (der See war nicht zu sehen).

Unterwegs Nach einiger Zeit ging es durch Röddelin, vorbei an netten Häusern mit netten Gärten und am sonntäglichen Bierzelt, das bereits gut besucht war. Schließlich führte der Weg an einer Landstraße entlang, die mit schwarz-weißen Pfosten begrenzt war wie man sie überall findet. Ungewöhnlich war nur, dass die Pfosten auf einer Länge von etwa 3 Kilometern aus der Verankerung gerissen und auf den Fußweg gelegt worden waren. Wer konnte diese Untat begangen haben? Die Spur herausgerissener Straßenbegrenzungspfosten endete just an der Stelle, an der ein Mann auf dem Boden lag. Ab und zu bewegte er sich, doch der Alkohol und der in den letzten Stunden vollbrachte Kraftakt des Pfähleausreißens hatten ihn zusehends ermüdet. Schließlich kam ein Polizeiauto vorbei um sich um ihn zu kümmern.

Kurz vor Templin kamen wir am ehemaligen Wohnort von Angela Merkel vorbei. In unmittelbarer Nähe fand sich ein schön gelegener Gasthof für die Mittagspause. Der redselige Gastwirt teilte uns mit, dass er während des Wahlkampfes von einigen Journalisten interviewt worden war und sich von den meisten missverstanden fühlte.
Gestärkt durch Essen und Informationen ging es einen schmalen Weg am See entlang. Die nächste Attraktion war eine Cowboy-Indianer-Westernstadt, von einem Palisadenzaun umgeben, der an ein Römerlager aus Asterix erinnerte. Allerdings handelte es sich hier um eine sog. Geisterstadt, die aufgrund Besuchermangels geschlossen worden war. Nebenan befand sich ein ebenfalls nicht mehr genutztes Gelände für Jugendfreizeiten zu DDR-Zeiten.
Die Jugend vor dem Jugendklub
Slip-Einlage Uli testet Ein eher schlüfriges Bauvorhaben am Ufer des Sees...
Laker Uli reagiert sofort...

Nach diesen nicht so erheiternden Sehenswürdigkeiten beschloss die Autorin, einen kurzen Abstecher ins Gebüsch zu machen, um dann die anderen schnell wieder einzuholen. Im Eiltempo versuchte sie zu den anderen aufzuschließen und fragte sich erst sehr spät, ob sie nicht einen falschen Weg eingeschlagen und die anderen unbemerkt überholt hätte. Dies war leider der Fall.
Die anderen Laker erkannten irgendwann, dass sie von der fehlenden Lakerin überholt worden waren und zwei tapfere Laker setzten zu einem kilometerlangen Schluss-Spurt an. Bei ihrer Ankunft am Gasthaus am Großen Lankensee trafen sie die vermisste Lakerin jedoch nicht an, was ihre Sorge vergrößerte.
Die Lakerin auf Abwegen lief weiterhin im Schnellschritt durch den Wald. Zwischendurch vesuchte sie über die Telefonauskunft die Handynummern der anderen Laker herauszufinden. Dies erhöhte jedoch nur die Handyrechnung und führte nicht zum Erfolg. Leider war vergessen worden, die Handynummern auszutauschen, und die einzig bekannte Nummer führte zu einem Handy, das in Berlin zurückgelassen worden war. Schließlich schlug die Lakerin den Weg zum nächsten Dorf ein und befasste sich in Gedanken schon mit den Kosten für ein Taxi zurück zur Lakerzentrale.
Gefahr!!! Beratung

Inzwischen waren alle anderen Laker am Gasthaus eingetroffen und Katrin machte sich mit einer freundlichen Anwohnerin im Auto auf die Suche. Nach kurzer Fahrt trafen sie die verloren gegangene Lakerin und fielen sich glücklich in die Arme.
Zwar hat die Lakerin - was dem stets korrekten Laker Uli nicht entgangen ist - den Röddelinsee nicht komplett umrundet, sondern den letzten Kilometer mit dem Auto zurückgelegt. Dies war in der allgemeinen Erleichterung jedoch nicht von Bedeutung.
Ein sehr ereignisreicher Lakingtag war glücklich zuende gegangen.
Zum Schluss wurden die Laker von den Gasthausbesuchern informiert, dass einige Tage zuvor ein Tourist verschwunden war und dies nicht unbeschadet überstanden hatte. Was ihm genau zugestoßen ist, daran kann sich die Autorin glücklicherweise nicht mehr erinnern.
Seenähe: 4
Schwierigkeit: 2
Naturschönheit: 3

geschrieben von KonfiBilly Mai 2006


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